Peter Franck: „Gottes bunter Garten“


„Gottes bunter Garten“ ist ein kleiner feiner Bildband. Der Betrachter eilt durch einen Garten der Absurditäten, bepflanzt mit subtilem Humor, er wirft einen Blick in die dunkle Welt des bezahlten Schmerzes eilt von Raum zu Raum. Perspektiven verschieben sich. Hier eine grinsende Tür, dahinter ein comictätowiertes Mädchen beobachtet von einem Mangaauge. Der verbotene Blick in Hotelzimmer aus einer Zeit als die Dekoration noch nicht das Prädikat „Absurd“ trug und Voyeurismus noch nicht medial legitimiert war. Diese Geschichten werden von der Realität erzählt, man muss sich nur umschauen und erschrickt.

„Gottes bunter Garten“ is a fine, absurd-erotic coffee-table book-diary; the viewer rushes though a garden of absurdities, plated with subtle humour, he glances at the dark world of paid pain, rushes from room to room. Perspectives adjourn. Here a grinning door, behind a girl with comic tattoos observed by a manga eye. The forbidden glance in the hotel room of a time where the decoration did not carry the attribute „absurd“ an voyeurism was not legitimised by media. These stories are told by the reality. Just turn around and you’ll be startled.




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Ausstellung zum Buch:

Spricht man von einer Fotografie, die die Grenzen zur Malerei und zum Malerischen überschreitet, so meint man meist Arbeiten, in denen die Struktur und Wirkung von Farbe im Vordergrund steht. Auch in den hier gezeigten Arbeiten von Peter Franck fällt die Grenzüberschreitung zwischen beidem auf – allerdings kann man diese nicht mit gängigen Begriffen beschreiben. Eben darin liegt, so wie im erzählerischen Charakter, die Qualität der Arbeiten. Elemente aus Comic, Film- und Kunstgeschichte sowie Alltagssituationen stossen aufeinander. Wo gerade noch ein realer Mann zu sitzen schien, wird ein Stuhl zum reinen Objekt, ein Kleid wird zum ornamentalen Muster, der Aktenschrank zum Comicelement, der Tisch zur geometrisch konkreten Bildform – das Zimmer ist also nicht mehr als eine abstrakte Konstruktion, Raum wird es erst durch den Körper, der sich in ihm befindet oder befand.
Peter Francks Fotografien sind anspielungsreiche Collagen, die unser visuelles Gedächtnis fordern und verführen. Alles ist Komposition und die Fotografie nur ein Mittel von vielen, um im Kopf des Betrachters Assoziationen zu wecken und Geschichten in Gang zu setzen. Und in dieser cleveren Setzung der Medien bewegen sich die Bilder an der Grenze von Fotografie und Malerei.

Die Ausstellung wird kuartiert von
Calin Kruse, dem Macher des Fotomagazins "dienacht" (www.dienacht-magazine.com).


Peter Franck wurde schon in "dienacht" #4 vorgestellt, vor 2 Jahren. Er entwickelt seinen Stil – trotz seiner Unverkennbarkeit – unglaublich schnell weiter, und die aktuellen Arbeiten haben nur noch wenig mit den Bildern der 4. Ausgabe gemeinsam. 

Die Ausstellung wird in Mannheim sein, in der Ladengalerie
L'art pour l'art, die Vernissage findet am 09.04. (Lange Nacht der Museen) um 18 Uhr statt.

Peter wird bei der Vernissage dabei sein, und zur Ausstellung erscheint ein Künstlerheft in limitierter Auflage.
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"dienacht" präsentiert
Peter Franck: Gottes bunter Garten
Vernissage am 09.04. (Lange Nacht der Museen) um 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 09.04. – 11.06.2011
Ladengalerie "L'art pour L'art" · C2,19 · 68159 Mannheim
Öffnungszeiten Di – Sa: 10.00 – 17.45










S 21 im Blick: Bilder als Form des Widerstands

Wie die heterogene Protestbewegung in Stuttgart visuelle Medien nutzt

Die vielbeschriebene Macht der Bilder scheint auch in Zeiten multimedialer Bilderfluten ungebrochen zu sein. Unternehmen, Institutionen, Marken und Politik setzen weiterhin auf den Augenschein des ersten Eindrucks. Dass dabei oft das Plakative, Oberflächliche, im Vordergrund steht, liegt aber nicht in der Natur der Sache, wie jetzt ein neuer Bildband beweist. 

Das Buch namens SPRÜHREGEN versammelt neben Fotografien Stuttgarter Künstler auch – und vor allem – eine breite Auswahl an kreativen Bildformaten, die dem Bauzaun, Sozialen Netzwerken und kritischen Medienformaten entstammen: Karikatur, Cartoon, Satire, Dokumentation, Kollage, Kunst? Schubladen werden von den Machern bewusst nicht aufgemacht, vielmehr versucht man eine gewisse Strukturierung durch topplogische Verortungen wie Straße, Bahnhof, Park. 
SPRÜHREGEN geht auf die Initiative des Stuttgarter Künstlers Peter Franck zurück, der das Buchprojekt gemeinsam mit engagierten Kollegen unendgeldlich kuratiert und verlegt. Den Initiatoren ist es wichtig, dass die Bilder als Zeugnisse der gesamten Bewegung wahrgenommen werden und nicht als künstlerischer Ausdruck einer Minderheit. „Für uns Gegner von S 21 sind die visuellen Erzeugnisse eine Form des Protests. Diese Art friedlicher Kritik wird ohne Eitelkeiten zelebriert und zeigt, dass die Bürgerbewegung nicht nur phantasievoll, sondern unheimlich gut informiert ist“, so Franck.

„Sprühregen“ wird herausgegeben von Franck & Stoltenhoff und erscheint Mitte Dezember mit einem Vorwort von Timo Brunke. Der Bildband ist für 18 Euro in ausgewählten Stuttgarter Buchläden erhältlich sowie an den Ständen des Aktionsbündnisses und über die Website www.spruehregen.de. Vom Verkaufspreis gehen 5 Euro als Spende an das Aktionsbündnis K21 und 3 Euro an Robin Wood.





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